Daten zum Wohnprojekt
Ruhige Lage und kurze Entfernungen zum Einkaufen, zu verschiedenen Schulen, Kindergärten und hinaus in die Weinberge sind Bedingungen, die das Grundstück in Ingelheim in der Nähe des Stadtzentrums erfüllt.
- 41 Wohnungen verschiedener Größe auf rd. 4000 qm Wohn- und Nutzfläche
- genossenschaftlich geführtes Wohnprojekt
- alle Parteien haben ihre eigene Wohnung
- barrierearme, teilweise barrierefreie Ausstattung der Wohnungen
- barrierefreier Zugang zu allen Wohnungen
- Tiefgarage
- attraktiver und innovativer Wohnraum
- soziales Netzwerk
- Gemeinschaftseinrichtungen wie Spielzimmer, Garten mit Spielbereichen, Werkstatt, Fahrradabstellplätze, Gemeinschaftsraum mit Küche etc.
Beschreibung
POLYCHROM projekt1 baut ein Generationen übergreifendes Wohnprojekt. In dem Vorhaben werden wir die Ziele umsetzen, die im Sozialkonzept unseres Vereins festgelegt sind. Auf dieser Basis wurde 2020/21 für das Wohnprojekt ein Konzept zu den Themen Soziales, Ökonomie, Ökologie, Bauen, Beteiligung und Mobilität entwickelt.
Die wohnprojekt+ beratung und entwicklung GmbH unterstützte uns und begleitete uns auf unserem Weg bis zur Grundsteinlegung.
Im Januar 2019 haben wir den Optionsvertrag mit der Stadt Ingelheim zum Kauf unseres gewünschten Grundstückes unterschrieben. Unser städtebauliches Konzept wurde vom Architekturbüro bb22, Frankfurt, entwickelt, das im Juni 2020 vom Bau- und Planungsausschuss der Stadt Ingelheim genehmigt wurde. Wir wollen neue Formen für ein selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Zusammenleben der Generationen finden.
Jeder Mitbewohner hat die Chance sein Lebensumfeld mitzugestalten.
Vielfältige soziale und kulturelle Aktivitäten sowie nachbarschaftliche Hilfe sind die Grundlage unserer Gemeinschaft. Um sie aktiv entfalten zu können sind z.B. Gemeinschaftsraum mit Küche, Spielzimmer, Garten mit Spielbereichen, Werkstatt, Fahrradstellplätze etc. geplant. Angestrebt wird ein breiter sozialer Mix mit einer Durchmischung aller Altersgruppen, damit das Wohnprojekt auf Dauer attraktiv bleiben kann. Ferner ist eine selbständige Wohngruppe von Menschen mit Einschränkungen angedacht. Eine barrierearme Ausstattung des Wohnprojektes schafft ein breites Spektrum an Nutzungen.
Das Wohnprojekt wird genossenschaftlich geführt. Wir haben damit eine Wirtschaftsform gewählt, deren oberstes Ziel es ist, unsere Mitglieder über Jahre mit gutem Wohnraum zu versorgen. Am 24.4.2021 fand die Gründungsversammlung der Genossenschaft GeWIn eG statt, die am 11.10.2021 im Genossenschaftsregister Amtsgericht Mainz eingetragen wurde und ist somit das rechtliche Instrument von POLYCHROM projekt1. Der Bauantrag wurde im Februar 2022 gestellt.
Am 17.9.2022 wurde das Grundstück durch die GeWIn eG gekauft. Offizieller Baustart mit Spatenstich war am 25.11.2022, Richtfest am 27.5.2025. Die Fertigstellung ist bis Sommer 2026 geplant. Einzug der Bewohner des ersten Bauabschnittes (Häuser Nord, Nord-Ost und Nord-West) ab Oktober 2025. Daran schließt sich der zweite Bauabschnitt (Häuser West, Süd-West und Süd) an.
Melde Dich bei unserem Themen-Newsletter an.
Ausstattung der POLYCHROM-Wohnanlage als Niedrigenergiegebäude:
- Fußbodenheizung und passive Kühlmöglichkeit durch Geothermie und Wärmepumpe
- Zentrale Warmwasserbereitung
- Photovoltaikanlage für die Erzeugung unseres Strombedarfs, CO2-neutral
- gesundheitsverträgliche und umweltschonende Baustoffe und Baukonstruktionen
- ökologische Hybrid-Bauweise mit weitestgehendem Verzicht auf Beton
- Außenwände als Brettsperrholzelemente
- dezentrale Zuluft und zentrale Abluft
Vorteile für die Bewohner:
- sehr niedrige Kosten für Energie und Heizung durch hohe Dämmung und Fenster, die dem Energieverlust einer beheizten Immobilie nach draußen entgegenwirken und ein Heizsystem (Geothermie und Wärmepumpe), das nur bei Belastungsspitzen Primärenergie nutzt.
- passive Kühlung bei hohen Außentemperaturen durch Geothermie und Wärmepumpe
- unser Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz
Kalkbindeanlage - wie funktioniert das?
Kalkbindeanlage – Wie funktioniert das?
Im Leitungswassersystem unserer Wohnanlage ist eine Kalkbindeanlage mit einem Katalysatorbehälter in Betrieb, in dem Kalkkristalle physikalisch aufgebaut werden. Im Gegensatz zu einer Enthärtungsanlage läuft dieser Vorgang selbstständig ab – ohne chemische Veränderung der Inhaltsstoffe des Trinkwassers.
Bei chemischen Enthärtungsanlagen wird dem Trinkwasser die härtebildenden Calcium- und Magnesium-Ionen entnommen und durch Natriumionen ersetzt. Dieses führt dazu, dass Natriumsalzgehalt des Trinkwassers steigt.
Kalk (Calciumcarbonat, CaCO₃) kommt natürlicherweise in unserem Trinkwasser in gelöster Form als Calcium- (Ca²⁺) und Carbonat-Ionen (CO₃²⁻) vor. Der Katalysatorbehälter enthält ein Granulat, dessen speziell entwickelte Oberfläche Andockstellen für diese Ionen bietet.
Fließt Wasser durch den Katalysatorbehälter, lagern sich die Ionen an das Granulat an und die Bildung von Kalkkristallen beginnt. Sobald die Kristalle eine bestimmte Größe erreicht haben, lösen sie sich von den Andockstellen und geben diese wieder frei, sodass neue Kalkkristalle aus dem vorbeifließenden Wasser und seinen Mineralien entstehen können.
Mit der Wasserentnahme werden die Kalkkristalle über die Armaturen ausgespült. Aufgrund ihrer Größe können sie sich deutlich schlechter an Rohren und Oberflächen anlagern.
Nur alle 72 Stunden wird elektrische Energie für eine thermische Entkeimung der Behälter benötigt. Dabei werden diese Nachts einmal auf ca. 80 °C erwärmt und somit sterilisiert. Dieses fordert unsere strenge deutsche Trinkwasserverordnung.
Kalkbindeanlage vs. Enthärtungsanlage
Kalkbindeanlage
- hohe Kalkschutzwirkung
- keine Chemie
- keine Umweltbelastung
- keine Änderung der Trinkwasser-Zusammensetzung
- Energie für thermische Entkeimung (siehe oben)
Enthärtungsanlage
- hohe Kalkschutzwirkung
- Tausch von Calcium und Magnesium durch Natrium (Salztabletten)
- Salz belastet die Umwelt und die menschliche Blutdruckregulation
- die Trinkwasser-Zusammensetzung wird geändert
- Energie für den permanenten Betrieb erforderlich sowie für die thermische Entkeimung
Wir sagen Hallo!
Die Mitglieder der GeWIn eG und zukünftige Bewohner von POLYCHROM
Alice und Axel
Andrea und Andy
Andrea
Annett und Christian
Astrid
Bärbel
Beate und Frank
Christa und Sabine
Diana und Thomas
Doris und Herbert
Eva und Tino mit Hugo und Lars
Gertrud
Gudrun und Peter
Ines
Inge
Ingeborg
Janet und Andreas mit Greta
Jens
Jörg
Johanna und Fabian
Juliette
Kerstin und Stephania
Lioba und Nikolas
Margarete
Margit
Marianne
Marita
Martina und Günter
Monika L.
Monika M.
Monika und Thomas
Nicole mit Nadja
Patricia und Dirk
Sabine und Carlos mit Arthur
Sandra
Sibylle und Andreas
Sonja
Theresia und Andreas
Ute K.
Ute R.
Veronika
Ihr möchtet mit einem Mitglied von POLYCHROM sprechen?
Gebt uns euren Wunsch bekannt, wir stellen gerne den Kontakt her.
Der Vorstand der GeWIn eG
Die Generalversammlung der GeWIn eG hat am Samstag, 20. Juni 2026 einen neuen Vorstand gewählt. Kontakt: [email protected]
Carlos
Christian
Sabine
Thomas
Mitglieder des Aufsichtsrates: AndreasC, Inge, Jörg und Tino als Vorsitzenden.
Ralf Claus, OB Ingelheim 2012 - 2026
"Ich unterstütze POLYCHROM projekt1, weil wir in Ingelheim bezahlbaren und guten Wohnraum brauchen. Und POLYCHROM zeigt uns mit dem Wohnprojekt für Jung und Alt einen Weg, der insbesondere Familien mit Kindern einschließt. Ein Leuchtturmprojekt für unsere Stadt, das ich begrüße und fördern möchte."
Als Genosse am Vermögen der Genossenschaft beteiligt sein
Unser Wohnprojekt wird als Genossenschaft geführt werden. Wir haben damit eine Wirtschaftsform gewählt, deren oberstes Ziel es ist, unsere Mitglieder über Jahre mit gutem Wohnraum zu versorgen. Als Baugenossenschaft sind wir auf langfristigen Erfolg und nicht auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet. Auch ist es uns dadurch möglich, spezielle Förderungen durch Bund und Land in Anspruch zu nehmen.
Die Mitglieder unserer Baugenossenschaft werden Mieter und Eigentümer ihrer Wohnungen und der gemeinschaftlichen Bereiche in einer Person sein. Sie bestimmen selbst über die Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel.
- Jedes Mitglied erwirbt mit einer Genossenschaftseinlage von 32,5% des Gestehungspreises einer Wohnung das Recht, diese zu mieten und ist als Mitglied am Vermögen der Genossenschaft beteiligt.
Genossenschaftsgesetz eine Baugenossenschaft einem ausgewogenen Verhältnis von Investitionen in den Wohnungsbau, angemessenen Mieten sowie später der Erhaltung von Bestandswohnungen verpflichtet.
Vorteile einer Genossenschaft:
- Unter den derzeitigen Gegebenheiten werden die Mieten (bei einer Genossenschaft wird dies Nutzungsentgelt genannt) im Laufe der Jahre sinken.
- Mit der Höhe der eingezahlten finanziellen Eigenleistung kann jedes Mitglied der Genossenschaft die Höhe seines eigenen Nutzungsentgeltes beeinflussen.
- Gemeinsam ist man stärker. Dies gilt sowohl für den benötigten Baukredit als auch für die aufzubauenden Rücklagen für spätere Reparaturen.
Oktober 2023
Umwelt- und Klimaschutzpreis 2023 für POLYCHROM projekt1
Alle zwei Jahre zeichnet der Landkreis Mainz-Bingen Projekte aus, die durch besondere Aktivitäten oder technische und bauliche Maßnahmen Umwelt und Klima schützen. POLYCHROM projekt 1 gewinnt in der Kategorie „Technische und bauliche Maßnahmen“.
POLYCHROM auf MappING - Stadtplan für nachhaltiges Leben in Ingelheim
Mit der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind wir alle dazu aufgerufen, uns für eine bessere Welt einzusetzen.
Die Karte zeigt, wo nachhaltige Produkte und Dienstleistungen in Ingelheim angeboten werden und erleichtert uns nachhaltig zu konsumieren und zu leben.
Situation bis Baubeginn im November 2022
Als Parkplatz genutzt werden auf dieser Fläche bald 41 Wohnungen unterschiedlicher Größe auf rund 4000 qm Wohn- und Nutzfläche entstehen.
Planung und Baubeschreibung
bb22, Stand 2022